Verlängerung des AAdvantage Status infolge des Coronavirus

Mittlerweile hat auch American Airlines mitgeteilt, dass es eine Verlängerung des AAdvantage Status infolge des Coronavirus bis 31.01.2022 geben wird. Außerdem habt Ihr die Möglichkeit 2020 schneller zu einem AAdvantage Status zu gelangen. Wir stellen Euch die Änderungen vor.

Status bei American Airlines AAdvantage bis 31.01.2022 gültig

American Airlines hat sich etwas Zeit gelassen, um Informationen zur Verlängerung des AAdvantage Status infolge des Coronavirus bekannt zu geben. Es folgt bei dem Ansatz in wesentlichen Zügen United Airlines. Deren Änderungen hatten wir Euch am 06.04.2020 vorgestellt.

Wie bereits United Airlines, Delta Airlines und Air Canada schreibt American Airlines hierbei das laufende Jahr weitestgehend ab. Und damit wird es für die Mehrheit der Passagiere auch schwierig zu fliegen und sich für einen entsprechenden Status zu requalifizieren.

American Airlines Boeing 787-8 in Dallas Fort Worth
American Airlines Boeing 787-8 in Dallas Fort Worth
(Oktober 2017)

Hier kommt Euch nun auch American Airlines entgegen. Euer aktueller Status bei American Airlines AAdvantage ist bis 31.01.2022 gültig. Ihr müsst Euch daher im laufenden Jahr nicht requalifizieren.

Aber wie auch United Airlines bietet Euch American Airlines hier ein Benefit.

2020 schneller zu einem AAdvantage Status

Habt Ihr Euch im vergangenen Jahr nicht requalifiziert oder nicht den höchsten Status inne, dann müsstet Ihr im laufenden Jahr für einen höheren Status die entsprechenden Meilen erfliegen.

Hierbei verkennt American Airlines gleichfalls nicht, dass dies im laufenden Jahr schwieriger ist. Aber eben auch nicht ausgeschlossen, zumindest wenn man noch etwas optimistisch in die Zukunft schaut. Daher senkt American Airlines die Hürden für die notwendigen Meilen. Ihr habt somit die einmalige Chance 2020 schneller zu einem AAdvantage Status zu fliegen, da ihr weniger Meilen benötigt.

Hierbei erfolgt die Qualifikation über Elite Qualifying Miles (EQM oder Elite Qualifying Segments (EQS) und Elite Qualifying Dollar (EQD)

Gold (oneworld Ruby)
1.500 EQD und 15.000 EQM oder 15 EQS
(regulär: 3.000 EQD und 25.000 EQM oder 30 EQS)

Platinum (oneworld Sapphire)
4.000 EQD und 30.000 EQM oder 30 EQS
(regulär 6.000 EQD und 50.000 EQM oder 60 EQS)

Platinum Pro (oneworld Sapphire)
6.000 EQD und 45.000 EQM oder 45 EQS
(regulär 9.000 EQD und 75.000 EQM oder 90 EQS)

Executive Platinum (oneworld Emerald)
9.000 EQD und 60.000 EQM oder 60 EQS
(regulär 15.000 EQD und 100.000 EQM oder 120 EQS)

Somit müsst Ihr nur rund die Hälfte der eigentlich notwendigen Voraussetzungen erreichen. Damit könne Ihr 2020 schneller zu einem AAdvantage Status gelangen als in einem normalen Jahr.

Das ist ein smarter Zug. Damit schafft auch Americna Airlines einen zusätzlichen Anreiz die eigene Airline bzw. oneworld zu fliegen. Andererseits war man hier durch den großen Mitbewerber auch unter Druck geraten.

Wer also im laufenden Jahr noch mit der oneworld Alliance fliegt, sollte sich überlegen, die Meilen im American Airlines AAdvantage Programm gutschreiben zu lassen. Die Leistungen sind dieselben wie in einem regulären Jahr.

AA Business-Class (Boeing 777-300ER)
American Airlines Business-Class auf der Langstrecke in der Boeing 777-300ER
[Corporate Foto by American Airlines]

Keine neuen Systemwide Upgrade für Verlängerung

Die Executive Platinum Mitglieder, die von der Verlängerung des AAdvantage Status infolge des Coronavirus profitieren erhalten allerdings keine neuen Upgrade Zertifikate. Allerdings werden die existieren, die am 31.01.2021 verfallen würden bis 31.07.2020 verlängert.

Zudem werden im laufenden Jahr die Hürden für weitere Zertifikate bzw. Leistungen verringert und zwar von 150.000 EQM auf 90.000 EQM, von 200.000 EQM auf 120.000 EQM und von 250.000 EQM auf 150.000 EQM. Der Leistungsumfang bleibt allerdings gleich.

Kreditkartenumsatz zählt für AAdvantage Million Miler Status

Einen smarten Zug unternimmt American Airlines in Bezug auf den Kreditkartenumsatz mit AAdvantage Kreditkarten. Hierbei greift American Airlines eine Leistung auf, die man in der Vergangenheit bereits einmal angeboten hatte. Nämlich Meilen beim Kreditkartenumsatz als qualifizierende Meilen zu berücksichtigen. So zählt im Zeitraum 01.05.2020 bis 31.12.2020 der Kreditkartenumsatz für den AAdvantage Million Miler Status. Hiervon dürften zwar primär die Mitglieder in den USA profitieren. Aber die Idee ist nicht schlecht.

American Airlines Flugzeuge in Dallas Fort Worht (DFW)
American Airlines Flugzeuge in Dallas Fort Worht (DFW)
(Oktober 2017)

Flexible Buchungen bis 30.09.2020

American Airlines setzt zudem die Gebühr aus, die Ihr bei der Stornierung eines mit Meilen gebuchten Fluges bezahlen müsst. Allerdings gilt diese Regelung nur für Flüge, die Ihr vor dem 31.05.2020 tätigt. Zudem gilt diese Regelung nur für Flüge im Zeitraum 01.06.2020 bis 30.09.2020. Zudem erlässt American Airlines AAdvantage nur bei einer Stornierung oder Änderung spätestens 60 Tage vor Abflug die Gebühr. Das ist de facto nicht gar so kulant.

Fazit

Mit der großzügigen Verlängerung des AAdvantage Status infolge des Coronavirus folgt American Airlines den Mitbewerbern. Darüber hinaus geht American Airlines wie auch United Airlines noch einen Schritt weiter. Es bietet all denjenigen, die im laufenden Jahr wieder fliegen (müssen), die vermutlich einmalige Chance 2020 schneller zu einem AAdvantage Status zu gelangen. Und schafft damit einen Anreiz, American Airlines und oneworld zu fliegen.

Mit der Aktion, dass der Kreditkartenumsatz für den AAdvantage Million Miler Status zählt bietet man eine außergewöhnliche Aktion. Und ein sehr langfristiges Ziel für Mitglieder in den USA: Zudem schafft man so einen Anreiz, die Kreditkarte zu nutzen.

Dies ist gleichfalls ein geschickter Zug und ein bislang einmaliges Angebot.

 

Über Jan 1397 Artikel
Jan reist seit 20 Jahren und hat es gelernt, diese Reise so angenehm wie möglich zu gestalten. Die häufigen Fragen von Kollegen, Freunden und Bekannten führten zu den Gründungen von Reisenunlimited und Hotels-and-Travel.

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